Tiefes Tal
Abstieg,
Kräfte lassen nach, sowie die Zuversicht,
nackte Angst macht sich breit,
verdunkelt Wahrnehmung und Verstand.
Angekommen im tiefen Tal,
keine Kraft mehr und keine Zuversicht,
kein Aufstieg in Sicht im Dunkeln der Hoffnungslosigkeit,
Verzweiflung macht sich breit.
In tiefster, dunkelster Resignation
beginnt eine kleine Flamme aufzuflackern,
der Trotz,
der immun ist gegen jede Hoffnungslosigkeit,
der letzte Antrieb, der einem verbleibt nach einem Abstieg,
der die Lebensgeister neu anfeuert,
so wie die Hoffnung.
Es ist nicht das erste Tal,
das man durchschritten,
im Rückblick Erinnerungen an sogar noch tiefere Täler
und Erinnerungen an die herrlichen Aufstiege,
die man danach unternommen.
Das Tal erhellt sich,
um wieviel schöner ist es hier zu sitzen,
und nicht weiter abzusteigen,
war es nicht viel schlimmer noch vor ein paar Tagen,
wo man noch auf das dunkle Tal herabsah.
Nun ist es hell geworden im Tal,
und man erkennt einen schmalen Weg,
den man in der Dunkelheit vorher nicht gesehen,
einen Weg, der sich langsam aus dem Tal herausschlängelt.
Freude macht sich breit vor einem beginnenden Wiederaufstieg,
und man wundert sich über Kräfte,
die man längst für verbraucht hielt.