Jörgs Homepage zum Thema Angst

Einleitung zu den Texten des Jahres 2002

Ich hatte schon länger die Absicht, etwas Zusammenhängenderes zu schreiben, als es die bisherigen Texte nach meinem eigenen Gefühl waren. Sie sind lediglich Momentaufnahmen, und spiegeln jeweils nur einen Aspekt oder Ausschnitt meines Lebens wieder, der mich zu dem betreffenden Zeitpunkt besonders beschäftigte, als ich sie schrieb. Ich habe auch darüber nachgedacht, wie ich die einzelnen Texte nach unterschiedlichen Rubriken ordnen kann, um es Besuchern meiner Homepage leichter zu machen, diese nach für sie interessanten Themen auszuwählen.

Da gibt es z.B. Texte, die das Thema Angst als Schwerpunkt haben, wie z.B. Über den Umgang mit der Angst, Tag-Alpträume und (Versagensangst) Logik des Versagens.

Eine Rubrik Erinnerungen könnte die Texte Erinnerungsfetzen einer Kindheit, Alter Freund, „Kinder können grausam sein!“ und Geheime Welten umfassen.

Andere Texte wiederum, wie Falsch sein oder Tiefes Tal haben als Gedichte meine Gefühle zum Inhalt.

Aber das sind keine sich ergänzende Kategorien, und einige bilden ein Thema für sich, wie der Text Diskriminierung (von Männern), oder haben einen themenübergreifenden Charakter, wie Leben (?) zwischen Vergangenheit und Zukunft. Und es gibt Überlappungen: das Thema Angst taucht auch in den Erinnerungsfetzen mehrfach auf (wie überhaupt in den meisten meiner Texte); die Tagalpträume geben Erinnerungen wieder und der Text Alter Freund ist in Gedichtform verfasst. Im Grunde hängt alles auch irgendwo miteinander zusammen, und da möchte ich es dann auch nicht künstlich trennen. Wenn ich nun in der Inhaltsangabe die chronologische Reihenfolge beibehalte, ist vielleicht nicht so schnell ersichtlich, worüber die einzelnen Texte genau handeln, da dies nicht immer aus den Überschriften zu erschließen ist. Aber deswegen schreibe ich auch diese Einleitung (und werde in nächster Zeit in der Inhaltsangabe den einen oder anderen Text noch mit einem Kurzkommentar versehen).

Ein weiterer Grund, dass ich diese Einleitung schreibe, ist meine Angst, dass ich mit dem, was ich geschrieben habe, oft auch Gefahr laufe, missverstanden zu werden. Da spielt natürlich auch meine Unsicherheit eine Rolle, was andere über mich denken, wenn sie über meien Gedanken und Gefühle lesen, zumal, wenn ich bestimmte Tabu-Themen aufgreife. Und da habe ich jetzt auch das Bedürfnis, mich zu ein paar Texten noch mal zu erklären, um etwaigen Missverständnissen vorzubeugen.

Das betrifft z.B. meinen ersten Text auf der Homepage Diskriminierung, mit dem ich nicht zum Ausdruck bringen möchte, dass Frauen nicht diskriminiert werden, sondern dass ebenso Männer diskriminiert werden, wenn auch auf andere Weise.

Das betrifft meinen Text Identität als Opfer, mit dem ich nicht zum Ausdruck bringen möchte, dass Sich-als-Opfer-Empfinden, grundsätzlich etwas falsches ist. Ich möchte an dieser Stelle ausdrücklich betonen, dass alle Texte, die auf meiner Homepage unter der Kategorie Erinnerungen, Gefühle, Gedanken aufgeführt sind, auch nur subjektiv sein können (auch der Text Grundvoraussetzungen einer Selbsthilfegruppe beruht auf subjektiven Erfahrungen; da ich mit ihm aber mehr anderen Empfehlungen gebe, als über mich und meine Gefühle erzähle, führe ich ihn nicht unter dieser Rubrik auf). Vielleicht mag sich der ein oder andere an mancher Stelle wiederfinden, aber Allgemeingültigkeit können meine Texte nicht beanpruchen (das wäre auch sehr vermessen). Und auch für mich selbst stellen die Texte nicht mehr als die Wiedergabe einer Momentaufnahme dar. Kann sein, dass ich einiges schon bald ganz anders empfinde.

Besondere Probleme habe ich auch mit meinem letzten Text "Kinder können grausam sein!". Da möchte ich auch nochmal ausdrücklich klarstellen, um etwaigen Missverständnissen vorzubeugen, dass ich Kinder in ihrem eigentlichen Wesen nicht für grausam halte (deswegen auch die Anführungsstriche im Titel), noch dass sie Schuld tragen sollen, an dem was sie andern Kindern antun. Ich werde dieses Thema sicherlich im neuen Jahr nochmal aufgreifen, um den Text zu Ende zu schreiben, und dann hoffe ich zum Ausdruck bringen zu können, warum ich dieses Thema auf diese Weise aufgegriffen habe.

Ich hoff, dass ich mit dieser kleinen Einleitung nicht noch Verwirrung gestiftet habe, denn ich wollte damit eigentlich eher das Gegenteil bewirken ;-). Ich bin in dem Sinne auch dankbar für Fragen zu meinen Texten, sollte etwas unklar sein. Und auch für Anregungen und Kritiken bin ich offen, denn eine Auseinandersetzung mit diesen kann mich selbst dann auch weiterbringen.

Und da ich nun zum Schluss meiner Einleitung zu den Texten des Jahres 2002 angelangt bin, bleibt mir nur, allen Besuchern meiner Homepage ein gutes Jahr 2003 zu wünschen :-)

Irgendwo, den 28.12.2002

© 2003 by Jörg